Sally on the Blog

Gruß zum Wochenende!

Die Aufregungen im Hause P. reißen nicht ab…. ich glaube, der Gott will testen, in welch kürzester Zeit eine ehemals junge Frau ergrauen kann…

Neuer Job für Frau P., schwierige Krippeneingewöhnung für Baby P., Dauerstreik in Kinderkrippe und Hort des Schulkindes P., endlose Nichtfertigstellung der Masterarbeit von Papa P. und das alles während der Endbauphase des Eigenheims…

Laut meinem Therapeuten sind Menschen ja am glücklichsten in großen Veränderungsphasen, insofern solle ich bald überschäumen vor Glücksgefühlen. Mal sehen. Vielleicht sollte ich lieber den Therapeuten wechseln.

Heute 9. Geburtstag des P.`schen Schulkindes. Deshalb schon die ganze Woche Aufregung und rege Planung, ich habe berichtet. In der Schule ist das Verteilen von Süßigkeiten zwecks des neu erwachten Ernähungsbewußtseins im gewohnt innovativen bayerischen Schulsystem neuerdings verboten (auf dem Wege sollen die Kinder bildungsferner Schichten auch mal in den Genuß eines Salatblattes kommen). Deshalb habe ich gestern bis 23 Uhr und heute Morgen ab 6 Uhr Platten von vitaminkonzentrierten Kanapees und Spießchen vorbereitet. Um 8 wollte ich in der Arbeit sein, damit ich rechtzeitig um 15 Uhr beim Sommerfest der Kinderkrippe und davon wieder rechtzeitig zu Hause zum Geburstagsgrillfest mit der Familie sein kann. Den Einkauf für das alles und die Kinderparty am Samstag hab ich mal eben noch gestern am Spätnachmittag erledigt. Mit links das alles übrigens.

Ich lege heute morgen noch letzte Hand an die Häppchendekoration, Herr P. fährt mit dem Radl und dem Kleinkind hinten drauf los in die Krippe. 10 Minuten später kommt er wieder zurück. Auf dem Kindersitz:

DAS KLEINKIND

Kinderkrippe hat bis auf Weiteres geschlossen wegen eines Verdachtsfalls auf
Schweinegrippe.
Ich bewahre Haltung und schaffe die kalten Platten erst mal in die Schule, radle in die Arbeit und führe dort längere Telefonate mit dem örtlichen Gesundheitsamt und meiner Personalstelle.

Ersteres verbietet das Feiern von Kindergeburtstagen in unserer Wohnung, sofern
a) das sich in Quarantäne befindliche Kleinkind nicht für die Dauer der Feier aus der Wohnung entfernt wird und
b) die Wohnung nicht groß genug ist, dass nur in den Bereichen davon gefeiert werden kann, welche das Kleinkind nicht betreten hat.

Wir leben in der Stadt mit dem teuersten Wohnraum. Haha, nicht mal die Schickeria hier hat soviel Platz, dass der Wohnraum dafür ausreichte.

Laut Zweiterer gibt es keinen Sonderurlaub für die Betreuung von sich in Quarantäne befndlichen Kleinkindern. Hätte das Kleinkind selbst die Schweinegrippe, könnte man natürlich auf das Betreuungstage-Kontigent zurückgreifen, welches die Krankenkasse zur Verfügung stellt.
Andernfalls bleibt nur die Inanspruchname von privaten Urlaubstagen. Na, toll.

Nun geht unser schöner Urlaub dafür drauf, ein nichtkrankes Kind zu betreuen, nur weil mexikanische Schweine sich nach dem Niesen nicht die Hände gewaschen haben. Das ist auch Globalisierung.

Schönes Wochenende und oink oink,
SallyP.

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