Sally on the Blog

Der Berg ruft!

September 24th, 2009

So, meine Lieben!

Was so eine richtige Münchner Schickimicki Großstadtfamilie ist, die verläßt auch regelmäßig einmal den hauptstädtischen Erstwohnsitz und mischt sich unauffällig im Um- und Bergland unter den Pöbel. Also letztes Wochenende mit einem befreundeten Paar aus dem Lionsclub und deren Kindern die Rucksäcke geschnallt und auf in die Berge. Der Termin war angesichts des Wiesnanstiches gut gewählt, denn am als wir am Samstag in aller Herrgottsfrüh mit Sack und Pack und Kind und Kegel zum Bahnhof wankten, wankten ganz andere Leute aus ganz anderen Gründen bereits in die ganz andere Richtung. Einige davon lagen bereits 4 Stunden vorm “Ozapft is” des verehrten Herrn Oberbürgermeisters in einer Lache aus Erbrochenen (Speibe sagen wir hier) und schliefen, was zur Vermutung Anlaß gab, dass sie ihr Ziel, die Festwiese, an diesem Tag wohl nicht mehr erreichen würden. Und was antwortet man auf die Fragen einer 4-jährigen: “Mama, was hat der Mann? Warum schläft der am Boden?”

“Dem ist ganz schlimm schlecht und er ist sehr müde, weil er mußte früh aufstehen”

Aber ein schönes Gefühl: Gegen einen Strom aus mehr oder weniger schönen Lederhosn- und Dirndlbekleideten aus der Stadt hinaus zu fahren, während alle hineinströmen, um die Einwohnerschaft in den Wahnsinn und gleichwohl die Einnahmen des Tourismusverbandes und die Geldbeutel der Wiesnwirte in die Höhe zu treiben.

Schon ab Pasing hat man das Gefühl, wieder schnaufen zu können.

Der Schwierigkeitslevel: diesmal high-end angesichts der Reservierung einer SELBSTVERSORGERHÜTTE. D.h. alles Essen bis hin zu Salz und Pfeffer sowie Utensilien wie Klopapier, Mülltüten, Geschirrtücher usw. müssen zum Standard-Berg-Equipment noch zuzüglich transportiert werden. Dazu kommen noch die äußerst voluminösen warmen Schlafsäcke, Milchfläschchen, Pulvermilch für die Babies und die Kletterausrüstung für die größeren Kinder. Für die Ahnungslosen zur Verdeutlichung:

Man überlegt also bereits im Vorfeld schon sehr genau, was angesichts der Tatsache, dass ein Elternteil den Rucksack und das Andere die Kraxe mit Kleinkind oder Baby trägt, mitgenommen werden kann. Im Klartext heißt das: 1 Gästehandtuch pro Familie muss reichen, Alkohol kann nur in äußerst konzentrierter Form mitgenommen werden, frische Unterhosen sind was für Spießer. Außerdem muß man moderne kinder-orthopädische Empfehlungen mal außer Acht lassen und dem großen Kind einen Rucksack mit der Schwere seines Eigengewichts zumuten in der Hoffnung, dass es mal Ameisen in seiner Ahnenreihe gab. Wann erfindet jemand das Schweizer Taschenmesser mit ausklappbarem Gewürzregal und Waschmaschine-Trockner-Kombination?

Das Wetter bilderbuchmäßig, strahlender Sonnenschein, was die Frage aufwarf, ob wir so brav waren oder ob vielmehr der Münchner Tourismusverband den lieben Himmelvater wie fast jedes Jahr zur Wiesnzeit ordentlich bestochen hat. Die würden ja vor gar nichts zurückschrecken, um die Einnahmen jedes Jahr noch zu steigern.

Oben auf dem Berg finden wir eine urige Hütte mit allerlei Annehmlichkeiten vor. Ein Plumpsklo, welches nicht stinkt, solange man den Deckel nach jeder Benutzung zuläßt, weil sonst das “Biosystem” gestört wird. Biosystem, aha! Wenn man reinschaut, eine laaaaaaange Röhre nach unten, wo man das Endprodukt nur noch erahnen kann. Eine super Sache, wenn man nicht wahnsinnig Angst hätte, dass die 4jährige kleine, sehr schlanke Bergsteigerin beim Bieseln hineinfallt. Also striktes Verbot, alleine aufs Klo zu gehen für alle unter 5jährigen.

In der Küche alles vorhanden. Wir hätten uns gar nicht solche Gedanken machen brauchen, weil vor uns ca. 500 Leute schon kleine Fläschchen Geschirrspülmittel, Salz, Pfeffer, italienische Gewürzmischung, Gemüsebrühe und sogar getrockneten Ingwer usw. mitgenommen und in freundlicher Absicht für die Nachfolgenden auch dort gelassen haben. Übrigens steht da oben nun auch die 501. Miniflasche Spüli.

Der schönste Teil des Tages: die großen Kinder gehen mit ihren Vätern klettern und die Kleinen werden derweil von ihren Muttis hingelegt,
welche darüber selbst einschlafen.

Unser Oskarlino befindet sich ja, seit er mit 2 Wochen sein Geburtstrauma überwunden hat, in der Trotzphase. Das macht so ein Hüttenwochenende immer dann schwierig, wenn er nicht bewegungsunfähig in der Kraxe sitzt.
Darin sitzt er gern und brav, also sind wir berggestiegen was das Zeug hielt und wären auch beinahe der Versuchung erlegen, ihn sogar zum Essen drin sitzen zu lassen. Wann erfindet jemand ein schweizer Taschenmesser
mit portablem Hochstuhl? Man muss sich vorstellen, eine Hütte mit Feuerherd und steiler
Holztreppe ins Schlaflager hoch und ein hyperaktives Kleinkind, welches unmittelbar Kreischanfälle kriegt, wenn es nur zum Wickeln mal hingelegt wird. Dabei windet es sich wie ein Aal und schreit dabei “MEINE, MEINE,
MEINE”. Was meint er damit? Meine Leben? Meine Kacke in der Hose? Keine Ahnung, aber so vehement wie er sich dabei gebärdet, möchte er wohl auf SEINE verletzten Persönlichkeitsrechte hinweisen. Gut, dass amnesty international auf 1600 Metern keine Filiale hat.

Derweil auch schwierig, Pasta zu kochen, weil die großen Kinder es nicht lassen können, die Herdluke immer wieder aufzumachen um zu schauen, ob das Feuer wirklich noch brennt und immer mal wieder nachzuschüren. So kommt kein Feuer in Gang. Auch schön: den riesigen Spaghettiwassertopfdeckel immer wieder zu lupfen um zu sehen, obs nicht schon gleich kocht. Aber so kocht natürlich kein Wasser. Wenn man irgendwann verzweifelt brüllt, dass sich alle jetzt sofort an den Tisch setzen, die Hände falten und ein Gebet sprechen sollen, schauen sie einen nur furchtsam an, als wäre man irre und wissen dabei gar nicht, wie nahe sie der Wahrheit damit kommen…

Nachts liegt man zu acht im Lager und horcht Herrn P. beim Schnarchen zu, bis das Kleinkind zu husten anfängt. Um 4 hat das Kindergartenkind einen Alptraum und ruft:”NEIIIIIN, laß mich!”, was alle wieder aufwachen und den Husten von neuem beginnen läßt. Man versucht wieder einzuschlafen und den Gedanken zu verdrängen, wie blöd es wäre, müßte man jetzt den ganzen Weg durch die Hütte raus zum Klo machen, weil die Blase voll ist. Was passiert bei solchen Gedanken?
Klaro. Also schlurft man irgendwann mit Stirnlampe hinaus. Um 6 wird man dann final vom hungrigen Baby geweckt und ein neuer Tag beginnt. Aber Schlaf wird ja eh überbewertet und Schlafentzug soll ja ein wirklich probates Mittel in der Behandlung von Depressionen sein.

Also alles in allem ein sehr schönes Wochenende… schöner könnte nur ein Aufenthalt im Wellnesshotel sein. Ohne Kinder.

Wenn man aber wieder in die Stadt ist und in der U-Bahn enggedrängt mit schwitzenden, gröhlenden Neuseeländern in billigen Lederhosn und Weißwurschthüten auf dem Kopf stehen muss, wünscht man sich, die ganze Wiesnzeit auf dem Berg und zur Not auch ohne Klopapier und Schnaps verbringen zu dürfen.

Viele Grüße,
SallyP.

Guten Abend!

Sind die Kinder schon alle im Bett? Betthupferl schon vorbei? Nur noch Erwachsene hier? Können wir dann mal übers Eingemachte reden?

Neulich - ich habe berichtet - hatten Herr P. und ich ganz unverhofft mal einen “freien Abend”. Wie das schon klingt… Nach dem Gipsfuß- und diverse andere Seuchen-Desaster hatte meine Mutter wohl Sorge, ihre Tochter könne aus psychischer Überlastung dem Wahnsinn verfallen, ihre Familie verlassen und fortan wieder bei ihr auf der Couch und von Hartz IV leben. Deshalb hat sie verfügt, dass am Wochenende der Kronprinz zu ihrer Schwester verfrachtet wird und sie selbst sich des Prinzchens in der Trotzphase annimmt, damit die Eltern sich mal wieder in die Augen (und ins Höschen?) schauen und sich aneinander erinnern können.

Dieses unverhoffte Ereignis bringt mich aufs Thema.

Es gibt ja die DINCs… double income, no children. Und dann gibts noch die DINSs…double income, no sex. Ersteres ist mir völlig klar… ich wünschte auch, wir hätten unser doppeltes Einkommen für uns alleine. Dann hätten wir für weniger Leute eine größere Wohnung und müßten sie nicht mit Menschen, deren Windel nachts überläuft und anderen Menschen, die immer Zahnpastaflecken im Waschbecken hinterlassen und wieder Anderen, welchen andauernd Sand aus dem Hosenbein rieselt, und nochmal Anderen, unter deren Stuhl immer Wurst- und Keksreste liegen, teilen. Noch dazu, wo die alle ja andauernd was zu essen und Klamotten brauchen. Und Radiergummis und Kartoffelsalat für den Basar zugunsten des Elternbeirats.

Zweiteres bleibt unklar, denn ich verstehe nicht, wieso man mit zwei Einkommen keinen Sex hat. Wahrscheinlich aus Angst vor Zeugung und den leeren Versprechung von der schwarzen Uschi. Angst davor, ein Einkommen gegen 164 Euro Kindergeld zu tauschen und dann noch mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit im Wartezimmer vom Kinderarzt zu sitzen.

Aber wir sind ja nochmal Andere:
Double income und double children. Was das für das Geschlechtsverkehraufkommen bedeutet, muss ich wohl nicht sagen… DIDCNSs

Und dann hat man inmitten von Arbeits-, Kinder- und Umzugsstreß mal unverhofft einen freien Abend und ist…..

…. ganz klar:
ÜBERFORDERT
Herr P. denkt bei “freiem Abend” an pornografischen Sex die ganze Nacht lang, allenfalls eingeleitet von einem Kinoabend mit “Inglorious Bastards”. Ich hingegen bin schon am Nachmittag, gleich nachdem die Kinder weg sind, so müde, dass ich im Stehen einschlafen könnte. In meiner Vorstellung verbringt man einen solchen Abend bei einem guten Essen und hinterher “Maria, ihm schmeckts nicht” in der 19.30 Uhr Vorstellung, damit man rechtzeitig um 22 Uhr wieder daheim ist, um die grenzenlose Freiheit zu genießen, im eigenen Bett mal wieder zu lesen, weil in der Mitte kein Kleinkind liegt, welches sein Gipsbein im Uhrzeigersinn um sich haut (9 Uhr auf Herrn P.s Schenkel, 2 Uhr mitten in mein Gesicht). Das ist das, was MIR zur Benutzung des Ehebettes einfällt. Was Herr P. sich dazu denkt, muss ich gar nicht sagen… Diese Gedanken an unsägliche Sauereien sind für mich schwer nachvollziehbar, denn um auch nur den Hauch eines Gedankens daran zulassen zu können, von der übermüdeten, schwer arbeitenden, schlecht frisierten, Augenringbehafteten Mutti, die seit einem Jahr nicht mehr bei der Pediküre war, zur hellwachen, sexy und verführerischen Geisha zu mutieren, müßte ich erst mal 3 Tage Vorlauf haben. 3 Tage um auszuschlafen und mich selbst (und die Reizwäsche hinten in der Schublade) wieder zu finden…
Stattdessen soll ich stante pedes spitz wie Nachbars Lumpi sein und wissen, dass Felatio kein Hustensaft ist. Dabei hab ich mir seit Monaten nicht mehr die Beine rasiert.

Eine meiner Freundinnen sagt, man müsse sich zum Sex zwingen. Umso häufiger man einfach welchen macht, umso mehr bekäme man auch wieder Lust drauf. Aha. Aber selbst wenn…, wie macht man das denn, wenn ein Zimmer weiter der 9jährige nicht schläft und man immer davon bedroht ist, dass er gleich wieder kommt, weil er nochmal aufs Klo muss, nicht schlafen kann, eine Mücke im Zimmer hat, ihm zu warm ist, die Eule draußen so unheimliche Geräusche von sich gibt usw.

Wir wohnen im teuersten Pflaster Deutschlands und haben dementsprechend keinen Westflügel, in den wir uns zum Vögeln verziehen können. Sollen wir in den Keller gehen? Oder ins Müllhäusl? In den Radlschuppen? Tiefgarage?

Letzteres vielleicht… is ja Duplex, vielleicht kann man das lustbringend einsetzen.

SallyP.

Einen schönen Samstag-Abend, meine Lieben!

Hier kommt - wie versprochen - Sallys Urlaubsbericht:

Die etwas schwierige Vorgeschichte (erhöhter Schwierigkeitslevel bei den Vorbereitungen der Urlaubsreise durch Gipsbeine und Rotaviren) setze ich als bekannt voraus.

Nun sind wir also doch gefahren. Alle vier P.’schen Musketiere mit einem Koffer voller guter Hoffnung auf Erholung und Freude im Land, in welchem die Palatschinken an den Bäumen wachsen und Käsewürstchen “Oatrige” heißen, weil der beim genüßlichen Reinbeißen herauskommende Käse an fließenden Eiter erinnert.

Ich hätte es wissen sollen…. denn meine Oma predigt mir von jeher, dass der Teufel immer auf den größten Haufen scheißt. Und meine Oma hat immer recht.

Angefangen hat alles bestens, denn das Wetter war hochsommerlich und die Unterkunft feudaler und geräumiger als gedacht, was uns kurz zum Gedanken verleitet hat, dass wir uns das offenbar einfach verdient haben.

Unterwegs waren wir mit einem befreundeten Paar und deren Kinder und wir hegten alle die Hoffnung, in verschiedener Kombination (Liebes- oder Geschlechterpaarweise) auf diverse Gipfel steigen zu können, während die jeweilig Anderen im Tale das Kinderspaßprogramm betreiben. Die Methodik hat sich in all den letzten Jahren bestens bewährt. Der Schwierigkeitslevel war aber bereits dadurch enorm erhöht, dass wir dieses Jahr zwei neue Kleinkinder dabei hatten, welche in Kraxen zu transportieren waren.

Tag 1 war mit gemeinschaftlicher Wasserfallwanderung und Langzeit-Kraxenprobesitzen bestens. Unser Prinzchen fühlte sich in der hohen Kraxe auf dem Buckel seines 2-m-Vaters äußerst standesgemäß transportiert und übte sich im Lenken mittels Ohrwaschelziehen, Gas geben durch Halskitzeln und abrupt bremsen durch Augenzuhalten.

Tag 2 verbrachte Herr P. im Bett, bzw. abwechselnd sitzend auf und kniend vor dem Klo. Die gleichzeitig stattfindende Wanderung endete nach orientierungslosem Suchen in sengender Hitze an einer Schnellstraße mit LKW-Verkehr und ohne Gehweg und mit der Erkenntnis, dass es doch besser gewesen wäre, auf die Warnung des Tourismusverbundes zu hören, der von demselbigen herausgegebenen Wanderkarte keinen Glauben zu schenken und sich besser eine Karte vom Alpenverein zu besorgen.

Mit 3 Erwachsenen und 4 hungrigen Kindern zu trampen, ist übrigens schwierig, aber mit Geduld durchaus möglich.

Der dritte Tag begann damit, dass unser großes Kind nichts mehr essen wollte und verdächtig oft aufs Klo rannte. In der Hoffnung, dass man manche unliebsamen Tatsachen schlicht wegignorieren kann, haben wir uns aber dennoch für eine größere Tour gerüstet. Bis das Kind beim Einsteigen im Bus schon anfing, zu speiben. Also zurück ins Hotel und unterwegs im Supermarkt noch feuchte Toilettentücher und Salzstangen nachgekauft.

Tag 4 brachte die Erkenntnis, dass auch auf 1000 m Höhe noch richtig Hochsommer sein kann und Kleinkinder sonnenbedingt einen solchen Hitzeausschlag entwickeln können, dass sie vor lauter Kratzen nachts nicht mehr schlafen können und die Eltern dementsprechend müde sind. Da wir von den anderen Hotelgästen wegen des großflächigen Ausschlags schon mißtrauisch beäugt wurden, dachten wir, es könne ja auch mal sinnvoll sein, die seit Jahren vergeblich bezahlte Auslandsreisekrankenversicherung in Anspruch zu nehmen und einen Arzt zu konsultieren. Der hat in Österreich übrigens keine Sprechstunde, sondern eine Ordination. An diesem Tag hatte er dieselbige aber leider gar nicht, weshalb wir für die Konsultation gleich mal extra bezahlen mußten (mit EHIC geht übrigens gar nix, wenn man nicht auch über einen Ausweis des Patienten verfügt). Der Arzt, ein Mann vom Typ Hans Moser, hat dann in breitestem Österreichisch und unter Aufzählung und Ausschluß aller möglichen Kinderkrankheiten deutlich gemacht, dass er zwar Kurarzt, aber auch auf dem Gebiet der Kinderheilkunde äußerst firm ist. In seinem Ordinationsraum befand sich der Oberkörper eines ausgestopften Murmeltieres (den Rest hat er mit einer Wumme, die für Rothirschen gedacht war, wegg’schossen), welches die einzige Ausbeute seiner kleinen Jagdkarriere war, wie er uns versichert hat. Kinder von Murmeltieren heißen im Jägerjargon übrigens Affen, die Weibchen Katzenund die Männchen Bären. Das wußten wir dann nachher auch.

Die verschriebene Cortisoncreme hat bald geholfen, da waren wir sehr froh. Aber nicht lange, denn das Klumpfußkleinkind hat sich am vorletzten Tag auch noch mit dem Magen-Darm-Virus angesteckt und da kam ich mir dann endgültig vor wie in einer Endlosschleife.

Gestern haben wir dann nur noch einen kleineren Ausflug zu einer nahen Burg gewagt. Dort haben uns tatsächlich Katzen (richtige) die Brotzeit aus der Kraxe raus geklaut und auf dem Heimweg kam der Bus nicht, wie an der Rezeption des Hotels versichert, alle hoibe Stund, sondern gar nicht. Trampen war diesmal nicht drin, weil ein Kinderwagen und ein Erwachsener mehr als die Tage zuvor. Und weil der Gott der Hohentauern offenbar einen Clown zum Frühstück gefrühstückt hatte, hat er auch noch dafür gesorgt, dass keiner von uns sein Handy dabei hatte. Telefonzellen funktionieren in Österreich übrigens nur mit Karte.
Nach langem Warten und Füttern der weinenden Kinder mit den letzten Salzstangen ist uns irgendwann gelungen, andere Touris anzuflehen, uns mit ihrem Handy ein Großraumtaxi zu rufen. Letzteres hat uns unter großem Jubel heimgebracht, wo wir aber nur kurz erleichtert waren, weil wir dort feststellen mußten, dass SCHAFI, das über alles geliebte Schnuffeltuch mit Schafkopf unseres Prinzchens, ohne welches er niemals schläft, im Taxi-Kofferraum liegen geblieben ist. Ich hab den braven Herrn P. selten die Contenance verlieren sehen, aber da war es dann soweit.

Wir haben mehrmals erwägt, den Urlaub abzubrechen, es aber immer mit der Sicherheit, dass es ja nur noch besser werden könne, verworfen.

Dass wir bei der Heimfahrt das Zug-Ticket verloren haben und ich hier zu Hause das Milchpulver in den Koffer mit den Klamotten verschüttet habe, ist eigentlich nur noch am Rande zu erwähnen.

Hauptsach’, wir sind jetzt daheim. Unseren Freund SCHAFI hat der Taxler übrigens noch rechtzeitig zurückgebracht und die Schaffnerin im Zug hat uns unser Urlaubsleiden offenbar angesehen, denn wir durften auch ohne Ticket im Zug bleiben.

Gruß,
SallyP.

PS: Es war trotzdem ein schöner Urlaub. Die schönen Sachen zu erzählen, macht aber lang nicht einen solchen Spaß. Beim Minigolf hab ich haushoch gewonnen und das Prinzchen kann jetzt “Pups” sagen. “Papa” zu sagen weigert es sich indes weiterhin.

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